Samstag, 13. April 2013

FABRICE BALOSSINI Ausstellung 10. April - 25. Mai 2013


Die Arbeiten von Fabrice Balossini entführen den Betrachter auf eine Reise für Auge und Geist. Man stellt sich bei den ver-schiedenen Positionen die Frage welche Technik hier vorliegt:
Photographie,Montage oder Collage.

Balossini spielt ganz bewusst mit diesen Techniken und lässt die Grenzen Dieser fliessen.
So mutet das Porträt einer jungen Frau im chilenischen Nacht-himmel schon sehr zu einer Collage an; in der Tat handelt es sich jedoch um einen besonderen Moment, den Balossini eingefangen hat:Die Reflexion eines TV Screens in einem Bus in den Bergen von Chile.



Ob New York, Berlin, Tokyo oder Hong Kong, der Pariser Künstler ist ein Cosmopolit, der seine Erlebnisse und Eindrücke durch seine Bilder sprechen lässt.
Hierbei wird teilweise die Realität mit der Wirklichkeit des Künstlers getauscht und so eine neue Bildaussage getroffen.
Fabrice Balossini erzählt mit seinen Bildern faszinierende Geschichten, lässt jedoch dem Betrachter stets die Möglichkeit der Aktivierung und der Eigeninterpretation.






Mittwoch, 3. April 2013

Der Pariser Künstler Fabrice Balossini




Die dokumentarische Fotografie, in ihrer einfachsten Definition, ist die Beschreibung der realen Welt, kombiniert mit der narrativen Absicht des Fotografen. 
Jedes Bild kann als unvermeidlicher künstlerischer Ausdruck des Fotografen oder als verzerrter Eindruck der Öffentlichkeit gesehen werden. 
Der Reichtum der Geschichte der Fotografie und Dokumentarfotografie zeigt uns seit Jacob Riis und Lewis Hine eine strikt künstlerische Dimension: 
Dass ein Bild oft untrennbar mit der tiefen Verstrickung des Autors zu sehen sei. 
Wenn es somit folglich keine "wirkliche Wirklichkeit" gibt, ist es das Engagement des Autors, einen Teil der Wirklichkeit zu übersetzen.

Bereits mit 14 Jahren war Fabrice Balossini Schüler des Malers Ernst Fuchs in Wien. 
Im Anschluss studierte er an der `Les Beaux Arts` Paris und arbeitete schnell als Illustrator für Firmen wie Hermès und Dior. 
Seit 2006 werden seine Arbeiten in der Galerie `1900-2000` in Paris und auf der Art Basel gezeigt. 
Balossini verbindet in diesen die Dokumentarfotografie mit der Collagentechnik, um seine eigene Wirklichkeit zu konstruieren und die ursprüngliche Bildaussage aus einer neuen Perspektive zu zeigen.




FABRICE BALOSSINI
Vernissage/  10. April 18 - 21 Uhr
Ausstellung/ 10. April - 25. Mai 2013



Dienstag, 5. Februar 2013

MEL RAMOS The Late Sixties

Woman with Chimpanzee
Year: 1969
Medium: Lithograph in colors; signed and dated in pencil lower right, Annotated Mourlot Proof lower left, printed by Mourlot,





Ausstellung: 6.02 – 30.03.2013


In der Ausstellung Mel Ramos „The Late Sixties“ werden Lithographien der Serie Leta und der Schwan aus dem Jahre 1969 gezeigt. Ramos widmet sich hierbei geschützten Vogelarten und arbeitet erstmals mit seiner späteren Frau Leta. Die Galerie ponyhof artclub ist erfreut Ihnen ein so großes Spektrum aus dieser ausgezeichneten Serie des Künstlers zeigen zu können. Das Herz der Ausstellung bildet die Arbeit „Woman with Chimpanzee“,ein seltener Mourlot Proof ebenfalls aus dem Jahre 69







Annie and the Auk
Year: 1969
Medium: Lithograph, signed and numbered in pencil




Currasow
Year: 1969
Medium: Lithograph, signed and numbered in pencil




Judy and the Jaeger
Year: 1969
Medium: Lithograph, signed and numbered in pencil






Toucan Better than one
Year: 1969
Medium: Lithograph, signed and numbered in pencil

Freitag, 7. Dezember 2012

JOCHEN NIESSEN //

5/12/ 2012 - 26/01 2013


Jochen Niessen 'zero' 2006 Öl & Graphit auf Leinwand 80x100cm  

























Niessens Werke – ob auf Papier oder Leinwand – konfrontieren den Betrachter mit einem fast alchimistischen Rätsel aus Malerei und Zeichnung. Dabei offenbaren sie bereitwillig die materielle Basis ihrer Magie: ihren Aufbau.
Das Geheimnis der Bilder wird dadurch aber weder gelöst noch geschmälert. Zugleich verlangt der Künstler vom Betrachter, extreme und fundamentale Verstöße gegen die etablierten Regeln malerischer Techniken zu akzeptieren. Doch aus ebendiesen Regelverstößen entsteht bei ihm eine neue, faszinierende, in sich stimmige und hoch differenzierte Malerei. Jochen Niessen hat sich vom strikten künstlerischen Verbot, auf einer gemalten Fläche mit dem Stift zu zeichnen, befreit, ja, er dreht die geläufigen Produktionsweisen von Gemälden souverän um.

Jochen Niessen 'Randmitte' 2009 Acryl&Graphit auf Leinwand 110x100cm







Jochen Niessen 'Randmitte I ' 2009 Acryl&Graphit auf Leinwand 110x100cm

Jochen Niessen 'Vega' 2009 Acryl & Graphit auf Leinwand 110x100cm








































































Statt über eine Vorzeichnung die Farben zu setzen, zeichnet er auf die gemalten Flächen, bedeckt Partien des Bildes in einer Art Nachzeichnung mit durchscheinenden oder dichten Lagen von Graphit oder Signierkreide. Dabei ist bereits die malerische Grundlage sehr komplex: Auf eine erste, noch traditionell gemalte Schicht, meist Ölfarbe, trägt Niessen über die ganze Fläche oder partiell eine zweite Schicht aus Druckfarbe auf. Die Reaktion der beiden Farben aufeinander, abhängig von ihrer Dichte, ihrer chemischen Beschaffenheit und dem Trocknungsgrad, bestimmt die Basis, auf die er dann die Zeichnung setzt. Selbst durch diese letzte Schicht bleiben aber Struktur und Auftrag der darunter liegenden Arbeit erkennbar. Niessen macht also die materiellen Dimensionen seiner Werke und den gesamten Arbeitsprozess vollkommen transparent.



Jochen Niessen Mischtechnik & Graphit 2010 24x34cm

Jochen Niessen 'Sun' 2008' Acryl & Graphit auf Leinwand 100x100cm


Diese Sichtbarkeit des gesamten Entstehungsprozesses, die jegliche Korrektur praktisch ausschließt, stellt extreme Anforderungen an die Konzentration des Künstlers, besonders wenn er, wie Jochen Niessen, kein vorab festgelegtes mechanisches Konzept des Bildaufbaus verfolgt, sondern sich von Bild zu Bild vorwärts bewegt, sich von Erfahrungen aus seinen vorhergehenden Gemälden leiten lässt, diese aber auch in immer neuen Versuchen erweitert, verifiziert oder wieder verwirft.Wie bedachtsam Niessen dabei vorgeht, wird in der Komposition seiner Gemälde deutlich. Zwar überlagern sich die einzelnen Schichten in präzisen geometrischen Flächen. Doch diese wirken niemals starr und werden nie nach einem vorab festgelegten Muster platziert.

Niessen beobachtet seine Bilder in jedem Stadium genau und lässt sich von ihren Zwischenzuständen und ihren Botschaften bei jedem weiteren Arbeitsschritt leiten.Das Ergebnis sind Blätter und Leinwände von einer großen Ruhe und Ausgewogenheit, die mit einem mechanisch angewendeten geometrischen System nie zu erreichen wäre.Auch deshalb „wirken“ Jochen Niessens Gemälde – nicht nur auf Räume, sondern direkt auf die Psyche des Betrachters.


Jochen Niessen @ ponyhof artclub